Einige aus den Kampfprinzipien abgeleitete Regeln:

(Wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel)

 

 

  • "Mobil" ist wichtiger als "Stabil!"

     

    Ein körperlich überlegener Gegner wird mit seiner Kraft auch meine stabilsten Positionen aufbrechen können. Mobilität hingegen ermöglicht es, den Gegner ins Leere laufen zu lassen, seine empfindliche Flanke zu attackieren oder ihm gar einen Schritt voraus zu sein und somit die Initiative zu übernehmen.

 

  • Ansatzlose Angriffe!

    Beim Angreifen sind ausholende Bewegungen mit Armen, Beinen oder Körper zu vermeiden. Durch ausholende Bewegungen verliere ich meine Deckung und verrate zudem meine Angriffsabsichten. Dem Gegner bleibt dadurch die Gelegenheit, sich rechtzeitig zu schützen.
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  • Den kürzesten möglichen Weg wählen!

    Wählt der Gegner für seinen Angriff ebenfalls den kürzesten Weg, so trifft sein Angriff Meinen eigenen Angriff. Meine Arme oder/und Beine bekommen dadurch Kontakt mit dem Gegner und ich bin geschützt. Wählt der Gegner einen längeren Weg, trifft mein Angriff auf den kürzesten. Weg das Ziel und ich bin somit dem Gegner zuvor gekommen.
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  • Besser zehn Schläge als einen!

    Den Gegner mit einem einzigen Angriff kampfunfähig oder kampfunwillig zu schlagen, ist oftmals nicht möglich. Ein derartiger Schlag würde insbesondere bei einem Anfänger vorher eine weite Ausholbewegung nötig machen und so die Trefferwahrscheinlichkeit auf ein Minimum reduzieren (vgl. oben). Stattdessen ist es vorzuziehen, den Gegner mit einer ganzen Serie von ansatzlosen und somit nicht vorhersehbaren Angriffen auf die jeweils ungedeckten empfindlichen Körperteile einzudecken. Durch die vielen Einschläge an unterschiedlichen Stellen wird so das Informationssystem des Gegners überlastet, sinnvolle Abwehr-Reaktionen lassen nach und der Gegner kann kampfunwillig oder kampfunfähig gemacht werden.
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  • Gleichzeitigkeit!

    Um einen zeitlichen Vorteil gegenüber dem Gegner zu erreichen, empfiehlt es sich, mehrere Aktionen zur gleichen Zeit durchzuführen (z.B. "Abwehr" und Angriff).
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  • Nie zurück, nur vorwärts oder seitwärts!

    Wer sich im Kampf (nicht in der Vorkampfphase) rückwärts bewegt, schafft sich in
    fast allen Situationen nur Nachteile. Rückwärtsbewegung im Kampf macht eigene Kicks unmöglich, mindert die Wirksamkeit von Schlägen erheblich, wirkt sich extrem negativ auf die psychische Verfassung aus (Im Gegensatz dazu steigert Vorwärtsbewegung das Ego) und erhöht das Risiko, durch Gegenstände oder räumliche Gegebenheiten ins Stolpern zu geraten oder jegliche Bewegungs- und Ausweichmöglichkeiten zu verlieren (z.B. Wand, Tische etc.).
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  • Begib dich in die Flanke des Gegners!

    Ein Angriff in die Flanke des Gegners hat meist nur Vorteile:

    - Die an meiner Seite befindlichen gegnerischen Gliedmaßen können durch
      meinen Kontakt und meine Nähe nicht ungehindert oder unbemerkt angreifen.

    - Die Gliedmaßen auf der abgewandten Seite erreichen mich nicht.

    - Man selbst kann beide Arme und Beine zum Angriff einsetzen.

    - Der Gegner kann über die Flanke leicht destabilisiert werden.

    - Ist man einmal in der Flanke des Gegners, ist es für diesen sehr schwer,
      sich wieder frontal auszurichten.
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  • Nähe schützt!

    Technisch korrekt hergestellte und aufrechterhaltene körperliche Nähe zum Gegner führt dazu, dass dieser seine Angriffe nicht mehr entfalten und seine Kraft nicht mehr nutzen kann.
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  • Nutze deinen gesamten Körper und seine Waffen!

    Um den Gegner umfassend zu kontrollieren, größtmöglichst zu immobilisieren und effektiv zu destabilisieren, ist der Einsatz des gesamten Körpers auf allen Kampfebenen nötig. Um das Informationssystem des Gegners zu überlasten und eine möglichst hohe Trefferwahrscheinlichkeit zur erreichen, werden im Rahmen der Verhältnismäßigkeit die jeweils geeigneten Körperwaffen eingesetzt.(z.B. auch Kopfstöße, Bisse, das Ziehen an Haaren und Ohren etc.)
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  • Kämpfe kreativ!

    Überrasche den Gegner mit unkonventionellen Vorgehensweisen. z.B. durch Beißen, Zwicken und Kratzen sowie die Benutzung der Umgebung oder der eigenen und der gegnerischen Kleidung zu deinem Vorteil.
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  • Bleibe flexibel!

    Versuche nie, ein Ziel auf Biegen und Brechen über einen bestimmten Weg zu erreichen und ändere gegebenenfalls auch deine Ziele.
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