Die vier Kampfprinzipien  (Beispiele):

 

Die Vier Kampfprinzipien:

 

Die Reihenfolge der Prinzipien ist weder unbedingt chronologisch noch wertend. Zudem können im se lben Moment mehrere Kampfprinzipien gleichzeitig wirksam sein (z.B. getrennt für linken Arm, rechten Arm und Bein oder gar für Ober- und Unterarm).

 

  

Ist der Weg frei, stoße vor!

 

Besteht bei einem gegnerischen Angriff oder während eines eigenen Präventivangriffs kein Kontakt mit dem Gegner, die Arme und evtl. auch ein Bein sofort in Richtung Gegner stoßen. Bei mangelnder gegnerischer Deckung sofort lohnende Ziele (z.B. Kopf, Hals, Genitalien) attackieren.

 

Merke: Je früher ein Angriff mit einem Gegenangriff gekontert wird, umso größer das Überraschungsmoment, desto schlechter die gegnerische Deckung, und umso höher die Trefferwahrscheinlichkeit.

 

Merke: Jede Kraft, deren Richtung nicht auf den Gegner zielt, kann vom Gegner genutzt werden.

 

 

Ist der Weg nicht frei, bleib in Kontakt!

 

Werden die Arme oder Beine beim Vorstoßen durch gegnerische Abwehrmaßnahmen (z.B. Deckung oder frontale Blocks) aufgehalten, diese nicht zurückziehen, sondern mit dem Gegner in Körperkontakt bleiben und so die taktile Wahrnehmung nutzen.

 

Merke: Taktile Wahrnehmung ist schneller und feinfühliger als optische Wahrnehmung.

 

Merke: Die kontakteten Gliedmaßen des Gegners können keine ungebremsten Angriffe

mehr ausführen (vgl. Schläge unter Wasser). Merke: Taktile Wahrnehmung ist unanfälliger gegen Finten.

 

 

Ist der Gegner zu stark, gib nach!


Werden meine Arme oder Beine während oder nach einem Angriff vom Gegner zur Seite gedrückt, dem Druck nachgeben und den Gegner so ins Leere laufen lassen. Drückt der Gegner frontal auf einen zu, durch Körperdrehung und Schrittarbeit aus der Angriffslinie herauswenden.

 

Merke: Arbeite nie gegen die Kraft des Gegners.

 
Merke: Ein Angriff in die Flanke des Gegners hat noch größere Erfolgsaussichten

als ein Frontalangriff.

 

 

Zieht sich der Gegner zurück, folge!

 

Zieht sich der Gegner kurz zurück, um ungehindert einen neuen Angriff aufbauen zu können, sofort folgen, um dem Gegner keine räumlichen Entwicklungsmöglichkeiten für seinen Angriff zu geben. Wenn möglich, den Kontakt zum Gegner nicht verlieren.

 

Merke: Nähe schützt.

 

Merke: Der vorwärts laufende kann den rückwärst laufenden stets einholen.

 

Merke: Wer sich im Kampf rückwärts bewegt, ist meist im Nachteil.