GRÜNDE KÖRPERLICHER AUSEINANDERSETZUNGEN

 

Die Gründe für körperliche Auseinandersetzungen können unterschiedlichster Natur sein.


Hier eine Auflistung der häufigsten Gründe die auch in kombinierter Weise Auslöser sein können (sexuelle Gewalt so wie Gewalt aus ideologischen Gründen finden in der folgenden Aufzählung aus thematischen Gründen keine Berücksichtigung)

 

  • Notwehr
  • Nothilfe
  • Provozierte Notwehr / Selbstjustiz
  • Freundschaftsdienst / Gruppenzwang
  • Ehrenkäsigkeit / Chauvinismus
  • Profilierungssucht
  • Frustabbau
  • Lust auf Gewalt / Nervenkitzel

 

  • Notwehr:
    Der Zweikampf wird einem durch den Gegner aufgezwungen. Der körperlichen Selbstverteidigungssituation kann eine verbale Phase voraus gegangen sein, sie kann sich aber auch völlig überraschend von einer Sekunde zur anderen ergeben.
  • Nothilfe:
    Man sieht sich zum Zweikampf veranlasst, um einer unrechtmäßig angegriffenen Person zur Hilfe zu kommen.
  • Provozierte Notwehr / Selbstjustiz:
    Entweder provoziert man einen anderen Menschen, der nach eigenem Empfinden einem selbst, anderen Personen oder allgemein der Gesellschaft gegenüber ein Fehlverhalten an den Tag gelegt hat, so lange, bis dieser zum Angriff übergeht und man ihn im Rahmen dieser fingierten Selbstverteidigungssituation körperlich bestrafen bzw. zurechtweisen kann, oder man greift diesen Menschen von sich aus an, um so ein momentanes Rechtsempfinden zu befriedigen.
  • Freundschaftsdienst / Gruppenzwang:
    Man sieht sich sich zum Zweikampf veranlasst, um (manchmal vermeintlich) nahestehenden Personen in einer körperlichen Auseinandersetzung beizustehen, obwohl diese möglicherweise selbst einen unrechtmäßigen, von einem persönlich nicht gebilligten oder gar unterstützten Angriff auf andere Personen gestartet haben, oder man beteiligt sich, um nicht als Feigling dazustehen, aktiv an einem solchen Angriff, obwohl man in diesem Moment gegen die eigene moralische Überzeugung handelt (z.B. Dem Freund nach dessen Fehlverhalten in der Diskothek gegen Türsteher beistehen, sich von betrunkenen Kumpels im Bierzelt zu einem Angriff auf den Nachbartisch überreden lassen ).
  • Ehrenkäsigkeit / Chauvinismus:
    Ein falsches / primitives / unreflektiertes / übertriebenes Ehrgefühl veranlasst jemanden, auf Blicke, Handlungen oder Beleidigungen mit körperlicher Gewalt zu reagieren bzw. chauvinistisch präventiv und bevormundend, weil ohne dessen Wunsch oder Einverständnis, für die vermeintliche Ruhe und Sicherheit anderer Personen zu sorgen.
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  • Frustabbau:
    Man lässt die angestaute Wut über bestimmte Ereignisse oder einfach nur den allgemeinen Frust seines momentanen Daseins an der nächstbesten, ruhig auch deutlich unterlegenen Person aus, die einen scheinbaren Anlass zu einer körperlichen Auseinandersetzung bietet.
  • Lust auf Gewalt / Nervenkitzel
    Man sucht gezielt und oft in größeren Gruppen gewaltsame Auseinandersetzungen (manchmal gar in Absprache mit den Gegnern), um Lustgewinn durch den Nervenkitzel, die gefühlte Gefahr, durch die entgangenen und auch erlittenen Verletzungen, die erfolgreichen eigenen Kampfhandlungen und  –  im Fall einer Gruppe - das Gefühl des Zusammenhaltes und der Gruppendynamik zu erzielen.
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