ALTERNATIVEN ZUR KÖRPERLICHEN AUSEINANDERSETZUNG

 

In Anbetracht der zahlreichen möglichen negativen Folgen körperlicher Auseinandersetzungen, sowie aus ethischen, moralischen und sozialen Gesichtspunkten ist es zu empfehlen,

diese soweit wie möglich zu vermeiden. Abgesehen davon kann es bei Manchen für die Persönlichkeitsentwicklung durchaus förderlich sein, nicht immer gleich die körperliche Variante der Konfliktlösung bzw. der Komplexbewältigung zu wählen und sich stattdessen über Alternativen Gedanken zu machen.

 

Meist gilt: „Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf“.

Hier eine Aufzählung einiger möglicher Verhaltensweisen zur

Vermeidung körperlicher Auseinandersetzungen:

 

 

Vorbeugen:
Der sicherste (natürlich nicht immer mit meinen Lebensbedürfnissen vereinbare) Weg ist es, potentielle Gefahrenherde von vornherein zu vermeiden. Dies kann z.B. geschehen, indem ich gewisse Orte nicht aufsuche,bzw. dort die Nähe zu gewissen Personengruppen meide oder einfach mal rechtzeitig die Straßenseite wechsle.

 

 

Entschärfen:

Hatte das Ignorieren keinen Erfolg oder gab es dazu keine Gelegenheit, so kann ich versuchen, die Situation durch Deeskalations-Verhalten, vornehmlich durch Kommunikation, aber auch durch geeignete Gesten und Körperhaltung, zu entschärfen. Deeskalation kann z.B. durch eine Entschuldigung, gutes Zureden, oder einen Appell an den gesunden Menschenverstand des Gegenübers bestehen.

 

 

Absetzen:
Oftmals besteht auch noch kurz vor oder sogar noch nach einer bereits begonnenen körperlichen Auseinandersetzung die Möglichkeit, sich in Sicherheit zu bringen.

 

 

Abschrecken:

Viele potentielle Angreifer sind durch entschlossenes verbales und körperliches Verhalten von einem Angriffsversuch abzuhalten. Dem Gegenüber muss suggeriert werden, dass es keine gute Idee ist, ausgerechnet mich anzugreifen. Abschreckende Wirkung kann z.B. auch die Drohung, die Polizei zu verständigen, haben.

 

 

Beistand und Hilfe organisieren:

Einem übermächtigen Gegner gegenüber kann es von Vorteil sein, sich hilfesuchend an andere Personen zu wenden. Direkt angesprochen ist die Hilfsbereitschaft dritter weitaus höher, als wenn ich darauf warte, dass sie sich deeskalierend in die Auseinandersetzung einmischen. Auch ein Anruf bei der Polizei sollte erwogen werden. Insbesondere, wenn ich einer Person, die von einer mir in ihrer Kampfkraft deutlich überlegenen Person oder Gruppe angegriffen wird, Nothilfe zukommen lassen will, ist es unter Umständen besser, per Mobiltelefon sofort die Polizei zu informieren, statt mich selbst in einen von Vornherein aussichtslosen Kampf zu stürzen.