Weich und beweglich bleiben

 

Am Boden besteht oft noch mehr als im Stehen bei falschem Verhalten die Gefahr, daß ein körperlich überlegener Gegner seine Kraft zu seinem Vorteil nutzen kann. Deshalb ist es am Boden von großer Bedeutung, stets weich und beweglich zu bleiben, um dem Gegner keine Ansatzmöglichkeit für seine Kraft zu geben, der Kraft des Gegners auszuweichen, Lücken und Schwächen des Gegners zu finden und zu schnellen Positionswechseln befähigt zu sein.

 

 Wichtig:

 

Weich sein ist nicht mit „schlaff“ sein zu verwechseln!  Wie immer ist leichter, aber kontinuierlicher Vorwärtsdruck sowie Federspannung zu empfehlen.

 

 

 

 

Kontakt

 

Enger Kontakt zum Gegner schränkt dessen Schlag- und Bewegungsmöglichkeiten ein, verringert seine Kraftentfaltung und lässt mich seine Bewegungen frühzeitiger und besser erkennen.

 

Wichtig:

 

Die Aufrechterhaltung des Gegner-Kontaktes soll nicht durch Kraft, als vielmehr durch Flexibilität geschehen

 

 

 

 

Sparsamer Einsatz von Körperkraft

 

Sparsamer Einsatz von Körperkraft schont erstens  meine körperlichen Reserven und verhindert gleichzeitig, dass der Gegner seine Kraft gegen mich einsetzen kann, da meine eignene Kraft der gegnerischen nicht als "Medium" dienen kann.

 

Wichtig:

 

In bestimmten Situationen kann der gezielte Einsatz von Körperkraft durchaus sinnvoll sein.

 

 

 

 

 Nutzen der gegnerischen Kraft

 

Hebel können ein äußerst wirksames Instrument am Boden darstellen. Sie können dem Gegner große Schmerzen oder gar Verletzungen zufügen oder/und mir die Möglichkeit geben, gute Schlagtechniken einzusetzen.

 

Soll in einer realistischen Verteidigungssituation ein Hebel zu einer Kampfentscheidung führen, ist darauf zu achten, dass er über einen längeren Zeitraum wirksam bleibt, damit die Schmerzen auch nach Lösen des Hebels nachwirken und der Gegner in seiner Kampfkraft so auch wirklich für längere Zeit eingeschränkt bleibt.

 

Wichtig:

 

Gerade beim Versuch des Ansetzens von Hebeln besteht die Gefahr, sich zu sehr in dessen Ausführung „zu verrennen“ und so Gefahrenquellen aus den Augen zu verlieren, oder dem Gegner die Möglichkeit zu geben, sich unterdessen in eine bessere Position zu manövrieren.

 

 

 

 

 

 Schläge

 

Schläge beinhalten gerade am Boden evtl. ein großes Überraschungsmoment, da viele Menschen in Bodenkampf-Situationen instinktiv überwiegend ohne Schläge arbeiten. Schläge müssen nicht unbedingt der massiven Schädigung des Gegners dienen. Es empfiehlt sich ihr Einsatz auch in Form von „Nadelstichen“, die auf Dauer beim Gegner zu Unaufmerksamkeit und Fehlverhalten führen können.

 

 Wichtig:

 

Es ist darauf zu achten, dass man um des Schlages willen nicht die Kontrolle über den Gegner oder das eigene Gleichgewicht verliert. Beim Schlagen Phantasie beweisen. Außer den Armen und Beinen eignen sich beispielsweise auch Kopf und Schulter zum Schlagen.

 

 

 

 

 

Hebel

 

Hebel können ein äußerst wirksames Instrument am Boden darstellen. Sie können dem Gegner große Schmerzen oder gar Verletzungen zufügen oder/und mir die Möglichkeit geben, gute Schläge anzubringen.

 

Soll in einer realistischen Verteidigungssituation ein Hebel zu einer Kampfentscheidung führen, ist darauf zu achten, dass er über einen längeren Zeitraum wirksam bleibt, damit die Schmerzen auch nach Lösen des Hebels aufrecht erhalten bleiben und der Gegner in seiner Kampfkraft so auch wirklich für längere Zeit eingeschränkt bleibt.

 

Wichtig:

 

Gerade beim Versuch des Ansetzens von Hebeln besteht die Gefahr, sich zu sehr in dessen Ausführung „zu verrennen“ und so Gefahrenquellen aus den Augen zu verlieren, oder dem Gegner die Möglichkeit zu geben, sich unterdessen in eine bessere Position zu manövrieren.

 

 

 

 

 

Bisse

 

In einer realistischen (Boden-)Kampfsituation können Bisse sicherlich Teil unseres Waffenarsenals sein.

 

Wichtig:

 

Der Einsatz von Bissen sollte wohl überlegt und gut gewählt sein. Unter Umständen führt ein Biss zur weiteren Eskalation des Kampfes, was besonders dann unangenehm sein kann, wenn sich der Gegner in einer besseren „Beiß-Position“ befindet.

 

 

 

 

 

Nutzen der Bekleidung als Griff-Möglichkeit

 

Kleidung kann unter Umständen hervorragend als Griff- und Kontrollmöglichkeit genutzt werden. Beispiele guter Griffmöglichkeiten: Ärmel, Revers, Hosenbund, Gürtel, Hosenbein.

 

Wichtig:

 

Nicht nur die gegnerische Kleidung zu seinem Vorteil nutzen, sondern auch die eigene!

 

 

 

 

 

Strategie und Taktik

 

Mehr als im Stehen kann am Boden strategisch geplant und taktisch vorgegangen werden.

 

Eine Strategie kann es z.B. sein, den Gegner bewusst zur Anwendung einer Technik zu verleiten, um darauf gezielt eine überlegene, Gegentechnik einzusetzen.

 

 

Eine Taktik kann es z.B. sein, eine Würgetechnik passiv ohne Widerstand auszusitzen und, nachdem der Gegner durch den kraftraubenden Würgeversuch erschöpft ist, einen erfolgreichen Gegenangriff zu starten.

 

Wichtig:

 

Nie an eine Strategie oder klammern und diese auf Biegen und Brechen durchführen wollen.
Dies kostet unnötig Energie, ermöglicht dem Gegner gezielte Kontertechniken und führt oftmals zu übermäßigem, kontraproduktivem Krafteinsatz. Stattdessen sofort umdenken, Alternativen finden.

 

 

Gelassen bleiben, Situation analysieren

 

Beim Bodenkampf bleibt oft relativ viel Zeit, die Situation zu analysieren und die jeweils ökonomischste Vorgehensweise zu finden.

 

Wichtig:

 

Statische und mechanische Gesetze stets in Erinnerung rufen und demgemäss verhalten und handeln!

 

In die Situation des Gegners hinein versetzen!